Was sind deutsche „Maultaschen“, und warum heißen sie „Herrgottsbescheißerle“?
Maultaschen Pfanne – schnelles Homeoffice-Rezept
A2 German Hörübung · Hochdeutsch · Passend für Anfänger
Dieses schnelle Pfannengericht fürs Homeoffice macht Maultaschen – schwäbische, ravioliähnliche Teigtaschen mit Fleischfüllung, in Streifen geschnitten und mit Speck, Lauch und Tomaten angebraten. Neben dem alltäglichen Namen nennen Schwaben sie auch Herrgottsbescheißerle, „kleine Gott-Betrüger“. Die Legende besagt, Zisterziensermönche hätten in der Fastenzeit Fleisch im Teig versteckt, damit Gott nicht merkt, dass sie das Fleischverbot brechen – eine kulinarische Schlupflücke, direkt in den Volksnamen hineingebacken.
Historiker sind sich einig: Das ist Legende, keine belegte Geschichte – keine Quelle bestätigt den angeblichen Erfängermönch. Doch die Geschichte hielt sich so hartnäckig, dass schwäbische Speisekarten und Einheimische den Spitznamen bis heute neben „Maultaschen“ verwenden, und die Region macht jedes Jahr in der Fastenzeit den Scherz mit. Die Endung „-le“ ist die schwäbische Verkleinerungsform, die selbst den scheinbar gotteslästerlichen Spitznamen ins Zärtliche abmildert.
Wortschatzfrequenz
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Wörter über dem Niveau dieses Videos
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Quelle: wordfreq 3.1.1 (allgemein) · SUBTLEX-DE 2011 (gesprochen). Einteilung näherungsweise, genaue Ränge nicht gespeichert.