Was ist ein „virgács“ in der ungarischen Weihnachtstradition?
Mikulás Magyarországon: kérdések és szókincs kezdőknek
A1 Hungarian Hörübung · Ungarisch · Passend für Anfänger
In der Nacht zum 6. Dezember stellen ungarische Kinder einen geputzten Stiefel auf die Fensterbank für den Mikulás (den heiligen Nikolaus). Brave Kinder finden Süßigkeiten darin; die frechen entdecken einen virgács – ein kleines Rutenbündel aus Birken- oder Weidenzweigen, meist goldbemalt und mit Schleife gebunden. Da die Ungarn davon ausgehen, dass kein Kind rein engelhaft ist, enthalten die meisten Stiefel beides: eine Handvoll Süßigkeiten und einen symbolischen virgács als Augenzwinkern und Warnung zugleich.
Der virgács ist das Markenzeichen des Krampusz, des gehörnten, pelzigen Gehilfen des Mikulás, der für den erzieherischen Teil des Besuchs zuständig ist. Das Wort lebt heute als milde Drohung für unartige Kinder fort („kapsz virgácsot!“ – du kriegst die Rute), lange nachdem niemand mehr wirklich damit schlägt. Achte auf den weihnachtlichen Wortschatz, den der Clip übt: csizma (Stiefel), ajándék (Geschenk) und Télapó, der säkulare Name „Wintervater“ für dieselbe Figur.